Kleiner Junge mit Beinprothese spielt Kleiner Junge mit Beinprothese spielt

Meningokokken – eine unterschätzte Gefahr

 

Tobias war zwei Monate alt, als er an Meningokokken erkrankte. Er schwebte in Lebensgefahr und musste mehrere Monate im Krankenhaus bleiben. Tobias hat überlebt, aber die Folgeschäden bleiben – er verlor einen seiner Unterschenkel und die Endglieder seiner Finger. 

Was viele nicht wissen: Gerade Babys und Kleinkinder haben aufgrund ihres noch nicht vollständig ausgereiften Immunsystems das höchste Erkrankungsrisiko1 und sollten daher frühzeitig geschützt werden. 

Was ist der bestmögliche Impfschutz für mein Kind?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt folgende Meningokokken-Impfungen standardmäßig5,6:

  • Meningokokken-B-Impfung: 
    • Für alle Babys ab 2 Monaten und Kleinkinder.
    • Nachholimpfungen: Bis zum 5. Geburtstag empfohlen.
  • Meningokokken-ACWY-Impfung: 
    • Für alle Jugendlichen im Alter von 12 bis 14 Jahren.
    • Nachholimpfungen: Bis zum 25. Geburtstag empfohlen.

Gut zu wissen: Die Kosten für diese sogenannten Standardimpfungen werden von allen Krankenkassen für die von der STIKO angegebenen Altersgruppen übernommen.

Für Reisen gibt es altersübergreifende Empfehlungen für beide Impfungen.

Impfungen können vor Meningokokken-Erkrankungen und ihren Folgen schützen. Lass Dich jetzt ärztlich zu den von der STIKO empfohlenen Meningokokken-Impfungen beraten.

Die häufigsten Fragen zu Meningokokken

  • Was sind Meningokokken?

    Meningokokken sind Bakterien. Sie werden z. B. durch Tröpfcheninfektion (Niesen, Husten, Küssen) von Mensch zu Mensch übertragen3 und können Meningokokken-Erkrankungen hervorrufen.

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  • Wie steckt man sich an?

    Übertragen werden die Erreger von Mensch zu Mensch über die sogenannte Tröpfcheninfektion, z. B. beim Niesen, Husten, Küssen.4

    Was viele nicht wissen: Etwa jeder 10. Mensch trägt Meningokokken unbemerkt im Nasen-Rachen-Raum4 und kann andere anstecken.

  • Wer ist besonders gefährdet?

    Das höchste Erkrankungsrisiko haben Babys und Kleinkinder, da ihr Immunsystem noch nicht vollständig ausgereift ist.1 Daher ist ein frühestmöglicher Impfschutz wichtig. Auch  Jugendliche haben ein erhöhtes Risiko und sollten geschützt werden. 

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    Impfungen können vor Meningokokken-Erkrankungen und ihren Folgen schützen. Lass Dich jetzt ärztlich zu den von der STIKO empfohlenen Meningokokken-Impfungen beraten.

  • Welche Symptome können auftreten und was sind mögliche Folgen?

    Das Tückische an Meningokokken-Erkrankungen ist,

    • dass sie anfangs nur sehr schwer zu erkennen sind und mit einer Grippe verwechselt werden können.
    • dass sie innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich verlaufen können.

    Daher gilt: Bei Verdacht auf eine Meningokokken-Erkrankung sofort zum Arzt oder ins Krankenhaus, jede Minute zählt.3

    Folgende Symptome können anfangs auftreten: Fieber, Erbrechen, Kopfschmerzen und Schüttelfrost. Bei Babys und Kleinkindern z.B. Reizbarkeit oder Schläfrigkeit, Krämpfe, Aufschreien, sowie eine vorgewölbte bzw. harte Fontanelle (Spalte zwischen den Schädelknochen).4

    In etwa 2/3 der Fälle kommt es im Verlauf zu einer Hirnhautentzündung (Meningitis), in etwa 1/3 der Fälle entwickelt sich eine Blutvergiftung (Sepsis).3 Diese schweren Verläufe können binnen weniger Stunden eintreten und das Leben der Betroffenen und ihrer Familien ganz plötzlich auf den Kopf stellen.

    Zu den möglichen Folgen von Meningokokken-Erkrankungen zählen:

    • Hörverlust, Entwicklungsstörungen, Lernschwierigkeiten sowie Narben.1
    • In Extremfällen können Amputationen von Gliedmaßen erforderlich werden.1

    In Deutschland versterben bis zu 15 % der Erkrankten.2

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  • Wie häufig sind Meningokokken-Erkrankungen?

    Meningokokken-Erkrankungen sind selten, wenn es einen jedoch trifft, kann die Erkrankung innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich werden.

  • Welche Meningokokken sind für Erkrankungen verantwortlich?

    Meningokokken-Erkrankungen können durch verschiedene Gruppen von Meningokokken ausgelöst werden. Meningokokken B sind mit knapp 60 % in Deutschland für die meisten Erkrankungen verantwortlich.2

    Kreisdiagramm zur Häufigkeit der Meningokokken-Serogruppen

    Abb.: Häufigkeit der verschiedenen Meningokokken-Gruppen in Deutschland

    Für den bestmöglichen Schutz vor Meningokokken-Erkrankungen gibt es Impfungen.

    Die STIKO empfiehlt standardmäßig5,6

    die Meningokokken-B-Impfung für alle Babys ab 2 Monaten und Kleinkinder. Nachholimpfungen werden bis zum 5. Geburtstag empfohlen. die Meningokokken-ACWY-Impfung für alle Jugendlichen im Alter von 12 bis 14 Jahren. Nachholimpfungen werden bis zum 25. Geburtstag empfohlen.  

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  • Wie kann ich mein Kind schützen?

    Den bestmöglichen Schutz vor Meningokokken-Erkrankungen bieten Impfungen.

    Die STIKO empfiehlt folgende Meningokokken-Impfungen standardmäßig.5,6

    Ab 2 Monaten sollten alle Babys und Kleinkinder gegen Meningokokken B geimpft werden. Nachholimpfungen werden bis zum 5. Geburtstag empfohlen.

    • Im Alter von 12 bis 14 Jahren  sollten zudem alle  Jugendlichen gegen Meningokokken ACWY geimpft werden. Nachholimpfungen werden bis zum 25. Geburtstag empfohlen

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